Wie malt man einen Hintergrund mit Aquarellfarben?
Willkommen zu diesem neuen Artikel! Heute werden wir gemeinsam die Kunst des Aquarellhintergrunds erkunden. Sie wissen schon – diese magischen Hintergründe, in denen sich die Farben vermischen und auf natürliche Weise miteinander verschmelzen, um eine echte Atmosphäre zu erschaffen.
TECHNIKEN ZUM MALEN EINES AQUARELLHINTERGRUNDS
Um harmonische Hintergründe zu gestalten, müssen drei wesentliche Techniken beherrscht werden. Erst ihre Kombination ermöglicht es Ihnen, die perfekten Farbverläufe zu erzielen, von denen Sie träumen.
Die verdünnten Flächen: Bereiten Sie zunächst Ihre Farbe vor, indem Sie das Pigment mit Wasser verdünnen. Der Vorteil? Sie können genau denselben Farbton bei mehreren Pinselstrichen wiederverwenden, was eine perfekte Einheitlichkeit garantiert.
Nass-in-Nass: Das ist DIE magische Technik der Aquarellmalerei! Arbeiten Sie, während die Farbe noch feucht ist, damit sich die Pigmente ganz natürlich miteinander vermischen können. Das Ergebnis wirkt organisch und voller Leben.
Die weißen Reserven: Möchten Sie eine strahlende Sonne, leuchtende Wolken oder funkelnde Sterne malen? Dann bestimmen Sie deren Platzierung von Anfang an und bewahren Sie diese Bereiche, indem Sie dort keine Farbe auftragen.
Kleiner Tipp: Falls es Ihnen nicht gelungen ist, die weißen Bereiche zu bewahren – keine Panik! Sie können später immer noch weiße Gouache oder Acrylfarbe verwenden, um leuchtende Akzente hinzuzufügen.
DAS BENÖTIGTE MATERIAL
Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie alles Notwendige griffbereit haben. Hier ist die vollständige Liste:
- Aquarelle in Näpfchen oder in Tuben
- Pinsel verschiedener Größen
- Aquarellpapier (oder dickes Papier mit einem hohen Baumwollanteil, idealerweise)
- Abklebeband
- Ein Behälter mit sauberem Wasser
- Ein Tuch oder ein Handtuch zum Trocknen Ihrer Pinsel
- Optional: weiße Gouache oder anderes deckendes Medium
Das Geheimnis eines schönen Aquarells beginnt mit einer guten Vorbereitung!
Beginnen Sie damit, Ihr Papier leicht zu befeuchten, und lassen Sie es anschließend flach trocknen. Sobald es vollständig trocken ist, befestigen Sie es rundherum mit Klebeband auf Ihrer Arbeitsfläche.
Praktischer Tipp: Für diese Übung können Sie Ihr Blatt mithilfe paralleler Klebebandstreifen in verschiedene Bereiche unterteilen. So können Sie unterschiedliche Stimmungen auf demselben Blatt ausprobieren!
FARBMISCHUNGEN VORBEREITEN
Es ist Zeit, Ihre Palette vorzubereiten. Geben Sie etwas Wasser hinzu und nehmen Sie anschließend mit Ihrem Pinsel Pigment aus Ihren Näpfchen oder Tuben auf.
Merken Sie sich Folgendes:
Je mehr Pigment Sie hinzufügen = intensive und gesättigte Farbe
Wenig Pigment + viel Wasser = zarte Transparenz
Wählen Sie nun die Atmosphäre, die Sie erschaffen möchten.
Ich empfehle Ihnen, sich von einer Himmelsstimmung inspirieren zu lassen, die Sie besonders anspricht. In meinen Beispielen habe ich drei ikonische Momente gewählt: die rosige Dämmerung, den flammenden Sonnenuntergang und die sternenklare Nacht. Eine solche visuelle Referenz hilft Ihnen bei der Auswahl Ihrer Farben.
Nehmen Sie einen großen Pinsel und tragen Sie eine gleichmäßige Schicht klares Wasser auf die gesamte Fläche auf. Dieser Schritt ist entscheidend: Er ermöglicht es den Farben, sich frei zu bewegen und gleichmäßig zu verteilen.
Achtung: Nachdem diese Wasserschicht aufgetragen wurde, haben Sie nur wenige Sekunden Zeit zu handeln. Die Stoppuhr läuft – die Magie beginnt!
EINEN AQUARELLHINTERGRUND MALEN - SCHRITT FÜR SCHRITT
Bevor Sie beginnen, visualisieren Sie Ihre Komposition. Für diese Übung ist keine komplexe Zeichnung notwendig: Eine einfache Horizontlinie reicht völlig aus. Bestimmen Sie, wo sich die Sonne befinden soll und, wenn Sie möchten, auch die Position einiger Wolken.
Tragen Sie die hellsten Töne auf – normalerweise jene, die sich in der Nähe der Lichtquelle befinden. Vergessen Sie nicht, Ihre weißen Flächen zu bewahren, denn genau sie verleihen Ihrer Szene ihre Leuchtkraft.
Während die erste Farbe noch feucht ist – und das ist entscheidend! – fügen Sie Ihren Zwischenton hinzu. Die Nass-in-Nass-Technik erzeugt diese sanften und natürlichen Übergänge, die den ganzen Charme der Aquarellmalerei ausmachen. Achten Sie weiterhin darauf, Ihre weißen Flächen zu bewahren.
Wechseln Sie nun zum dunkelsten Farbton, also zu dem Bereich, der weiter von der Lichtquelle entfernt ist und sich meist an den Rändern Ihres Blattes befindet. Bewahren Sie dabei weiterhin Ihre kostbaren Weißflächen!
Fügen Sie nun den untergeordneten Elementen Farbe hinzu. Für die Wolken verwenden Sie Farbtöne, die denen des Himmels ähneln, um Schatten anzudeuten – jedoch mit viel Leichtigkeit, denn sie sollen nicht vollständig mit dem Hintergrund verschmelzen.
Um mehr Kontrast zu erzeugen, können Sie bestimmte Bereiche leicht intensivieren.
Einige Details können Ihre Kreation vollkommen verändern! Weiße Punkte für Sterne, Lichtstrahlen rund um die Sonne oder sogar Vogelsilhouetten ... Diese kleinen Akzente verleihen dem Bild einen besonders geschätzten ästhetischen Charme.
Nun halten Sie alle Schlüssel in der Hand! Mein Ziel mit diesem Artikel war es, Ihnen die wesentlichen Konzepte und Schritte zu vermitteln, damit Ihre Aquarellhintergründe gelingen. Ich hoffe, dass diese Tipps Ihnen nützlich sein werden.
Zögern Sie nicht, zu experimentieren, verschiedene Farbpaletten auszuprobieren und diese Techniken in Ihre zukünftigen Kreationen zu integrieren.
Verfasser und Illustrator: Bryam